Anröchte

Wiedereinführung alter KFZ-Kennzeichen

Donnerstag, den 07. April 2011 um 09:01 Uhr

Wie die Aachener Nachrichten heute berichten, hält das NRW-Verkehrsministerium anscheinend nichts von der gewünschten Wiedereinführung Alter Auto-Kennzeichen. Das hatte die "InitiativeKennzeichenliberalisierung" nach einer landesweiten Befragung im Juli 2010 auch für Lippstadt gefordert (sie berichteten dazu).

Demnach soll es nach Ansicht der NRW-Landesregierung also auch weiterhin kein "LP-Kennzeichen" mehr geben. Nach der kommunalen Neuordnung haben in NRW 39 Kommunen ihr eigenes Autokennzeichen verloren, so auch der Altkreis Lippstadt. Die Pressesprecherin des NRW-Verkehrsministeriums Mirjam Grotjahn wird wie folgt zitiert: "Aus unserer Sicht ist die bestehehende Regelung sehr praktikabel, effizient und stärkt den regionalen Zusammenhalt. Eine Umstellung würde zu einem großen Bürokratieaufwand führen."

Ich wundere mich, dass das SPD-geführte NRW-Verkehrsministerium sich bereits derart festgelegt hat. Denn erst am morgigen Donnerstag wird sich die Konferenz der Verkehrsminister in Potsdam eigens mit dem Thema der Wiedereinführung von Altkennzeichen beschäftigen.
Sicherlich, darf die Wiedereinführung nicht zu unverhältnismäßigem Bürokratieaufwand führen. Die Befragung der Bürger hat jedoch auch in Lippstadt zu einem eindeutigen Ergebnis geführt: 74 % der Lippstädter wünschen sich ihr eigenes Kennzeichen zurück.
Das zeigt nach meiner Auffassung auch, dass der Kreis Soest als notwendiger Verwaltungsbezirk wahrgenommen wird, der Altkreis Lippstadt aber immer noch als politische Heimat.
Selbst wenn die Verkehrsministerkonferenz sich grundsätzlich für die Möglichkeit von "Altkennzeichen" aussprechen sollte, wird es wegen der Länderhoheit in NRW nach dem Willen von SPD-Verkehrsminister Voigtsberger wohl bei den heute existierenden 53 regulären Autokennzeichen bleiben. Dass es anders geht zeigt z.B. das Land Mecklenburg-Vorpommern, das bereits in fünf Fällen verschiedene Kennzeichen in einem Landkreis, z.B. RÜG für Rügen, genehmigt hat.

Ich finde es schade, dass NRW sich schon vor der Konferenz festgelegt hat, ohne den Mehraufwand und Nutzen vorher öffentlich abgewogen zu haben.
Für Lippstadt wäre das "LP-Kennzeichen" auf jeden Fall wieder zum Markenzeichen geworden, ohne den Kreis Soest in Frage zu stellen.


alt

   

Das wichtigste Projekt der letzten Jahre!

Samstag, den 30. Mai 2009 um 01:00 Uhr

300509_anroechter_nordumgehungANRÖCHTE „Ein wichtiges Projekt unserer Gemeinde, eines der wichtigsten der letzten Jahre überhaupt, findet heute seinen glücklichen Abschluss!" Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Heinrich Holtkötter gestern Morgen seine Ansprache zur Einweihung der neuen Nordumgehung, die die Gewerbegebiete West und Nord mit der Lippstädter Straße (L 734) bzw. mit der B55 und der Autobahn 44 verbindet. Primäres Ziel der neuen Trasse, die Investitionskosten in Höhe von 3,4 Mio. Euro erforderte, ist, den Anröchter Ortskern in erster Linie spürbar vom Schwerlastverkehr zu befreien.

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